Beliebte Karosseriebauformen 2017

Cabrio, Roadster, Shooting Brake – die verschiedenen Karosseriebauformen

Limousine, Schrägheck, Kombi – die Zeiten, in denen diese drei Karosserieformen das Straßenbild beherrschten, sind vorbei. Der Wunsch der Autokäufer nach mehr Individualität hat die Fahrzeughersteller und Designer dazu veranlasst, die Form ihrer Fahrzeuge zu überdenken. Mit der Folge, dass althergebrachte Karosserieformen wie der Shooting Brake oder Roadster – mit neuen Ideen und moderner Technik kombiniert – ein Revival feiern konnten. Sie finden sich heute neben den klassischen Formen wie Cabriolet, Coupé, Limousine oder Kombi im Sortiment fast jeden Autoherstellers.

Frischluftvergnügen im Cabriolet

Der Wunsch nach Freiheit ist fest in jedem Menschen verwurzelt. Am besten lässt sie sich in einem Cabriolet spüren. Bei der Karosserieform verzichten die Hersteller auf ein starres Dach. Stattdessen verbauen Sie ein Stoff- oder Metallverdeck, das sich nach Belieben automatisch oder manuell öffnen lässt. Ob als 2- oder 5-Sitzer – in einem Cabriolet können sich Fahrer und Beifahrer bei schönem Wetter die Sommerluft um die Nase wehen lassen, und wie in keinem anderen Auto das beschriebene Freiheitsgefühl genießen. Seit den 1970ern verfügen Cabriolets zum Schutz der Insassen über Überrollbügel. Das war bei einem der ersten Cabriolets, dem Maybach Zeppelin DS 8 aus dem Jahr 1932, noch nicht der Fall.

Sportlich, offen, für zwei – der Roadster

Eng mit dem Cabriolet verwandt ist der Roadster. Während sich jedoch beim Cabrio alles um gemütliches Fahren dreht, sind Roadster zweisitzige Sportwagen. Das offene Dach haben beide gemeinsam. Ur-Roadster verzichteten auf ein Dach, ließen sich jedoch im Notfall manuell mit einem Stoffverdeck verschließen. Typisch war die Gepäckklappe, die ganz früher auch als Notsitz diente, oder ein Kofferträger hinten. Ein Klassiker aus deutscher Fertigung war der ab 1954 gebaute Porsche 356 Speedster, von dem auch Schauspiel-Legende James Dean ein Exemplar besaß. Geprägt wurde die Karosserieform jedoch durch die britischen Marken MG, Jaguar und Triumph sowie später von den italienischen Autobauern Alfa Romeo und Ferrari. Moderne Vertreter der Fahrzeuggattung sind beispielsweise der Mercedes-AMG GT, der BMW Z4 oder der Audi TT.

Der Klassiker – die Limousine

Die Limousine zählt heute zu den häufigsten Karosserieformen. Sie verfügt in der Regel über drei Fahrzeugsäulen und zwei, häufiger jedoch vier Türen (plus Heck- beziehungsweise Kofferraumklappe). Vorne bietet sie Platz für Fahrer und einen Beifahrer, hinten ist je nach Raumangebot Platz für zwei bis drei zusätzliche Personen. Anders als Cabriolet und Roadsterverfügt die Limousine immer über ein festes Dach. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Limousinen-Cabriolets. Sie besitzen allerdings ein Faltschiebedach und kein vollständig zu öffnendes Verdeck. Populär war diese Bauform in den 1930er-Jahren. Ein heutiger Vertreter der Misch-Karosserie ist zum Beispiel das Citroën DS3 Cabrio.

Das Platzwunder – der Kombi

Ob Großfamilie oder Handwerker – wenn mehr Platz gefordert ist, sind Kombis die beste Wahl. Die Karosserieform vermischt die Vorzüge eines Transporters mit denen einer Limousine. Typisch für den Kombi sind das längere Dach, eine gerade nach unten verlaufende Heckklappe sowie zusätzliche D-Säulen. Vorne finden im Kombi hinter Fahrer und Beifahrer bis zu drei Personen Platz. Im Heck bietet der geräumige Wagen viel Platz für Gepäck oder andere zu transportierende Gegenstände. Erhältlich sind Kombis von der Mittel- bis zur Oberklasse. Typische Vertreter sind der VW Passat, der Opel Astra und die Mercedes C- und E-Klasse.

Ein Klassiker von damals – der Shooting Brake

Mit dem Kombi verwandt ist der Shooting Brake. Die Karosseriebauform war vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren populär. Damals zogen der Chevrolet Nomad oder der Reliant Scimitar die Blicke auf sich. Typisch für den Shooting Brake ist das längere Dach und die – wie beim Coupé – nach hinten schräg nach unten verlaufende Heckklappe. Ein weniger populärer Vertreter war der Volvo P1800 ES, der aufgrund seiner gläsernen Heckklappe den Beinamen „Schneewittchensarg“ trug. Neu interpretiert wurde der Shooting Brake jüngst von Mercedes-Benz mit dem CLA Shooting Brake.

Bildquelle: Marukosu / Shutterstock.com

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