So steigern Sie die Lebenserwartung Ihres Fahrwerks

Lebensverlängernde Maßnahmen für dein Fahrwerk

Bodenwellen, Schlaglöcher, Bordsteinkanten – im Laufe eines Fahrzeuglebens muss das Fahrwerk einiges wegstecken. Die einzelnen Teile wie Stoßdämpfer, Federn und Lager sollen ein komfortables Fahren ermöglichen und das Fahrzeug gleichzeitig vor schädlichen Erschütterungen bewahren. Unter normalen Bedingungen erfüllen die Komponenten des Fahrwerks diese Aufgabe über viele Jahre hinweg sehr zuverlässig. Kommt es jedoch zu ständigen oder sehr starken Belastungen durch schlechte Straßen oder eine ungünstige Fahrweise, können Teile des Fahrwerks vorzeitig verschleißen und müssen ersetzt werden. Folgende Maßnahmen helfen Ihnen dabei, die Lebensdauer Ihres Fahrwerks zu verlängern.

Auf Straßen mit Schlaglöchern und Unebenheiten langsam fahren

Das Fahrwerk eines Autos besteht aus vielen Einzelteilen, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Einige davon sind weniger anfällig für Verschleiß, andere mehr. Durch das Anpassen Ihrer Fahrweise können Sie beeinflussen, wie lange die Teile Ihres Fahrwerks halten und damit bares Geld sparen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Reduzieren der Geschwindigkeit auf Strecken mit unebener Fahrbahnoberfläche. Grund: Bei hohem Tempo müssen die Räder sowie die Stoßdämpfer und Fahrwerksfedern in kurzen Abständen viele Auf- und Abwärtsbewegungen machen. Umso höher das Tempo, desto stärker sind die Kräfte, die auf die beteiligten Komponenten einwirken und den Verschleiß erhöhen. Ist das Fahrzeug obendrein stark beladen, wächst der Verschleiß weiter. Im schlimmsten Fall kommt es zu Fahrwerksschäden, die eine Weiterfahrt erschweren oder unmöglich machen.

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Bei offensichtlichen Straßenschäden ausweichen oder vom Gas gehen

Ein typisches Schadensbild ist eine gebrochene Fahrwerksfeder. Durch dauerhafte Belastung können sich Risse im Material der Feder bilden, die beim schnellen Fahren über eine holprige Strecke zum Bruch führen. Eine Weiterfahrt ist zwar theoretisch noch möglich, aber mit erheblichen Komforteinbußen verbunden. Ebenso anfällig für sehr plötzliche und starke Schläge sind die Stoßdämpfer (sowohl Hydraulik- als auch Gasdruckstoßdämpfer). Ein Defekt der Dämpfer schränkt nicht nur den Fahrkomfort ein, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Am besten ist es also, auf Strecken mit vielen Bodenwellen und Schlaglöchern den Fuß vom Gas zu nehmen und offensichtlichen Hindernissen frühzeitig auszuweichen.

Starkes Bremsen und Beschleunigen schadet dem Fahrwerk

Doch auch häufiges starkes Bremsen und Beschleunigen sowie schnelle Kurvenfahrten setzen dem Fahrwerk auf Dauer zu und führen zu stärkerem Verschleiß. Davon sind unter anderem die Federbeinlager (auch Domlager genannt) betroffen. Sie verbinden die Federbeine mit der Karosserie und sorgen unter anderem dafür, dass sich störende Fahrbahngeräusche nicht auf die Karosserie übertragen. Ein Defekt der Federbeinlager führt wiederum zu einem stärkeren Verschleiß der Stoßdämpfer sowie zu einer spürbar schlechteren Straßenlage des Autos. Liegt ein Schaden der Federbeinlager vor, ist – wie bei Stoßdämpfern und Federn – ein Wechsel auf beiden Seiten der Achse nötig.

Kontakt mit Bordsteinen vermeiden

Auf Dauer können viele Fahrten über spitze Bordsteinkanten sowie rasante Fahrmanöver auf kurvigen Strecken auch dem Radlager zusetzen. Die ringförmigen Lager sorgen dafür, dass sich die Räder frei und leichtgängig drehen. Ein Defekt stellt zwar kein unmittelbares Sicherheitsrisiko dar, sorgt aber für eine unangenehme Geräuschentwicklung und kann im schlimmsten Fall zum Festfressen des Rades führen. Daher sollte ein defektes Radlager schnell von einer Fachwerkstatt ausgetauscht werden. Weitaus gravierender kann sich ein Schaden an der Radaufhängung auswirken. Häufiges seitliches Touchieren des Randsteins mit den Rädern kann zu Beschädigungen an diesem sicherheitsrelevanten Teil des Fahrwerks führen. Bricht die Radaufhängung ganz, ist die Fahrsicherheit nicht mehr gegeben und das Auto muss unverzüglich in die Werkstatt.

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Durch kleine Anpassungen der alltäglichen Fahrweise können Sie also viel für die Lebensdauer Ihres Fahrwerks tun und sich dadurch viel Geld für Reparaturen sparen. Doch auch die Pflege sollte nicht zu kurz kommen, denn Schmutz und Salz von der Straße können dem Fahrwerk auf Dauer durch Korrosion schaden. Halten Sie Ihr Auto daher insbesondere in den Wintermonaten sauber und reinigen Sie die frei zugänglichen Fahrwerksteile gründlich mit dem Hochdruckreiniger.

Fazit: Für eine lange Lebenserwartung Ihres Fahrwerks, sollten Sie

– nicht mit hoher Geschwindigkeit über unebene Straßen fahren
– Schlaglöchern – ob groß oder klein – möglichst ausweichen
– möglichst selten abrupt bremsen oder stark beschleunigen
– nicht mit hoher Geschwindigkeit durch Kurven fahren
– Kollisionen mit Bordsteinen vermeiden
– das Fahrwerk sauber halten und pflegen
– bei auffälligen Geräuschen eine Werkstatt aufsuchen

4 Kommentare zu „So steigern Sie die Lebenserwartung Ihres Fahrwerks“

  1. Almuth Knobloch

    Nun, ich muss sagen, das ist recht umstritten. Was ist, wenn die Straße voller Schlaglöcher ist und Ausweichen unmöglich ist? Sollte ich dann mein Auto komplett stehen lassen?!

  2. Klaus-Dieter Burmeister

    Ich verstehe schon, langsames Fahren auf holprigen Straßen ist sinnvoll, aber sollen wir wirklich immer vom Gas gehen? Manchmal braucht man doch die Beschleunigung, um sicher zu fahren, oder?

  3. Karlheinz Hardt

    Ganz interessant, aber ich frage mich, ob starkes Bremsen und Beschleunigen dem Fahrwerk wirklich so schadet? Ich kenne Leute, die es ständig tun und keine Probleme haben. Vielleicht ist es nur ein Mythos?

  4. Christiana Drescher

    Ganz ehrlich, ich finde, diese Tipps sind doch Selbstverständlichkeiten! Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir uns auf die Verbesserung unserer Straßen konzentrieren würden, anstatt uns ständig anzupassen? Nur so ein Gedanke.

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