Das Wechseln eines KFZ Kennzeichens ist eine einfache Aufgabe, die jeder Autobesitzer selbst durchführen kann. Du benötigst lediglich das neue Kennzeichen, passende Schrauben und einen Schraubendreher. Der Vorgang dauert etwa 10 Minuten und spart den Gang zur Werkstatt. Wichtig ist, dass die Kennzeichenhalterung korrekt befestigt wird und die Nummernschildhalter fest sitzen, damit keine Bußgelder drohen.
Wie viel kostet es in der Werkstatt?
In einer Werkstatt zahlst du für den Kennzeichenwechsel zwischen 15 und 30 Euro. Viele Zulassungsstellen bieten diesen Service sogar kostenlos an, wenn du das Kennzeichen direkt dort erhältst. Der Preis variiert je nach Region und Anbieter. Da der Wechsel jedoch äußerst simpel ist, lohnt sich die Eigenarbeit definitiv. Mit den richtigen Werkzeugen und etwas Geschick sparst du dir diese Kosten komplett.
Benötigte Teile und Werkzeuge
Für einen reibungslosen Kennzeichenwechsel brauchst du nur wenige Materialien. Die Vorbereitung ist entscheidend für ein schnelles und sicheres Ergebnis.
Benötigte Teile:
- Neues KFZ Kennzeichen (vorne und hinten)
- Kennzeichenschrauben mit Plaketten (2-4 Stück je nach Fahrzeugtyp)
- Kunststoff-Unterlegscheiben (optional, schützen die Lackierung)
- Kennzeichenhalterung falls nicht vorhanden
Benötigte Werkzeuge:
- Kreuzschlitz- oder Schlitzschraubendreher
- Ratsche mit passender Nuss (meist 8 mm oder 10 mm)
- Inbusschlüssel (je nach Schraubentyp)
- Kleine Zange (zum Entfernen alter Plaketten)
- Weicher Lappen (zum Schutz des Lacks)
Zeitaufwand: 10-15 Minuten
Die meisten Fahrzeuge verwenden standardisierte Befestigungssysteme. Achte darauf, dass die Schrauben zur Kennzeichenhalterung passen. Bei manchen Modellen sind spezielle Diebstahlschrauben verbaut, für die du einen passenden Adapter benötigst.
„Aus meiner 20-jährigen Erfahrung in der Werkstatt empfehle ich immer, die alten Schrauben gegen neue auszutauschen. Gerade bei älteren Fahrzeugen sind diese oft verrostet oder beschädigt. Investiere in qualitativ hochwertige Schrauben aus Edelstahl – die halten ein Fahrzeugleben lang und verhindern, dass das Kennzeichen bei höheren Geschwindigkeiten flattert oder gar verloren geht.“ – Thomas Müller, Kfz-Meister
Sicherheitshinweise
Auch wenn der Kennzeichenwechsel unkompliziert ist, solltest du einige Sicherheitsaspekte beachten.
- Parke das Fahrzeug auf ebenem Untergrund und ziehe die Handbremse an
- Trage Handschuhe, um scharfe Kanten und Rost zu vermeiden
- Achte darauf, dass keine Schrauben auf den Boden fallen und unter das Auto rollen
- Vermeide übermäßiges Anziehen der Schrauben – das Gewinde kann sonst beschädigt werden
- Bei einigen Fahrzeugen kann die Batterie in der Nähe der vorderen Kennzeichenhalterung liegen – kontrolliere vorher den Bereich
Stelle sicher, dass du während der Arbeit nicht in die Fahrbahn ragst, besonders wenn du auf einem Parkplatz oder am Straßenrand arbeitest. Eine gute Beleuchtung erleichtert die Arbeit erheblich, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Mit dieser detaillierten Anleitung wechselst du dein Kennzeichen problemlos und sicher.
Schritt 1: Altes Kennzeichen entfernen
Lokalisiere zunächst die Befestigungsschrauben des alten Kennzeichens. Diese befinden sich meist links und rechts am Kennzeichen, manchmal auch oben und unten. Verwende einen passenden Schraubendreher oder eine Ratsche, um die Schrauben gegen den Uhrzeigersinn zu lösen. Falls die Schrauben verrostet sind, kannst du etwas Kriechöl verwenden und einige Minuten einwirken lassen.
Entferne die Schrauben vollständig und lege sie zur Seite. Ziehe das alte Kennzeichen vorsichtig von der Halterung ab. Bei manchen Fahrzeugen ist das Kennzeichen zusätzlich mit Clips oder Haltern fixiert – achte darauf, diese nicht zu beschädigen.
Schritt 2: Befestigungspunkte prüfen und reinigen
Kontrolliere die Kennzeichenhalterung auf Beschädigungen, Rost oder verbogene Teile. Reinige die Befestigungspunkte mit einem Lappen von Schmutz und Rostpartikeln. Überprüfe die Gewindebohrungen – sind sie ausgeleiert oder beschädigt, solltest du die Halterung austauschen.
Bei neueren Fahrzeugen ist oft eine Kunststoffhalterung vorhanden, die einfach aufgesteckt wird. Stelle sicher, dass alle Clips und Rastnasen intakt sind. Falls die Halterung beschädigt ist, findest du Ersatz in der Kategorie Nummernschildhalter.
Schritt 3: Neues Kennzeichen positionieren
Halte das neue Kennzeichen an die vorgesehene Position und richte es gerade aus. Achte darauf, dass es mittig sitzt und waagerecht ausgerichtet ist. Bei Fahrzeugen mit integrierter Kennzeichenbeleuchtung musst du darauf achten, dass das Kennzeichen die Leuchteinheit nicht verdeckt.
Falls du Kunststoff-Unterlegscheiben verwendest, platziere diese jetzt zwischen Kennzeichen und Karosserie. Sie schützen den Lack vor Kratzern und verhindern Rostbildung. Manche Autobesitzer verwenden auch spezielle Kennzeichenrahmen – diese sollten jedoch die Lesbarkeit nicht beeinträchtigen.
Schritt 4: Kennzeichen befestigen
Führe die neuen Schrauben durch die Befestigungslöcher im Kennzeichen und drehe sie handfest in die Gewindebohrungen. Beginne mit leichtem Druck und wechsle zwischen den Schrauben ab, um ein gleichmäßiges Anziehen zu gewährleisten.
Ziehe die Schrauben fest an, aber übertreibe es nicht. Das Kennzeichen sollte fest sitzen, ohne zu wackeln, aber das Material darf nicht verbiegen. Bei Kunststoffhalterungen reicht bereits ein moderates Anzugsdrehmoment. Prüfe nach dem Festziehen, ob das Kennzeichen plan anliegt und nicht verrutscht ist.
Schritt 5: Plaketten anbringen
Falls du Plakettenschrauben verwendest, drücke die TÜV-Plakette und das Zulassungssiegel vorsichtig in die dafür vorgesehenen Vertiefungen der Schraubenköpfe. Die Plaketten sollten bündig aufliegen und fest sitzen. Achte darauf, dass sie nicht schief oder beschädigt sind – sonst drohen Bußgelder.
Bei manchen Kennzeichen werden die Plaketten direkt auf das Schild geprägt. In diesem Fall entfällt dieser Schritt. Kontrolliere abschließend, ob alle Plaketten korrekt lesbar und unbeschädigt sind.
Schritt 6: Wiederhole den Vorgang für das zweite Kennzeichen
Führe die gleichen Schritte für das zweite Kennzeichen (vorne oder hinten) durch. Bei den meisten Fahrzeugen sind die Befestigungssysteme identisch, aber manchmal gibt es Unterschiede in der Halterung zwischen Front und Heck.
Manche Fahrzeuge haben am Heck eine komplexere Halterung, besonders wenn eine Rückfahrkamera oder Parksensoren integriert sind. Achte darauf, keine Kabel oder Sensoren zu beschädigen.
Schritt 7: Abschlusskontrolle
Überprüfe beide Kennzeichen auf festen Sitz. Versuche vorsichtig, sie zu bewegen – sie sollten nicht wackeln oder klappern. Kontrolliere, ob alle Plaketten korrekt angebracht sind und ob die Kennzeichenbeleuchtung funktioniert.
Mache eine kurze Probefahrt und achte auf ungewöhnliche Geräusche. Bei höheren Geschwindigkeiten sollte das Kennzeichen nicht flattern. Falls doch, ziehe die Schrauben nach oder verwende zusätzliche Unterlegscheiben.
Häufige Fehler vermeiden
Selbst bei einem einfachen Kennzeichenwechsel können Fehler passieren, die später zu Problemen führen.
- Zu festes Anziehen: Übermäßige Kraft kann das Gewinde beschädigen oder das Kennzeichen verbiegen. Besonders bei Kunststoffhalterungen droht ein Bruch.
- Falsche Schrauben: Verwende niemals Schrauben, die zu lang sind – sie können in die Karosserie eindringen und Schäden verursachen. Standard-Kennzeichenschrauben haben eine Länge von 5-8 mm.
- Plaketten vertauschen: TÜV-Plakette und Zulassungssiegel müssen an den korrekten Positionen sitzen. Normalerweise gehört die TÜV-Plakette auf die rechte Schraube.
- Kennzeichen schief montieren: Ein schief sitzendes Kennzeichen fällt bei Kontrollen negativ auf und kann zu Verwarnungsgeldern führen.
- Alte, rostige Schrauben wiederverwenden: Diese können abbrechen oder korrodieren weiter. Investiere in neue Edelstahlschrauben für langfristige Sicherheit.
- Kennzeichenbeleuchtung vergessen: Nach dem Wechsel muss die Beleuchtung des hinteren Kennzeichens funktionieren – sonst drohen Bußgelder bei Nachtfahrten.
„Ein Fehler, den ich häufig in der Werkstatt sehe: Autobesitzer vergessen, die Gewinde vor dem Verschrauben zu entstauben. Kleine Schmutzpartikel oder Rostflocken im Gewinde können dazu führen, dass die Schraube nicht richtig greift und sich später selbstständig löst. Ich empfehle außerdem, die Schrauben mit etwas Kupferpaste zu behandeln – das verhindert Festrosten und erleichtert den nächsten Wechsel erheblich.“ – Sandra Krause, Kfz-Mechanikerin
Wann solltest du das Kennzeichen wechseln?
Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein Kennzeichenwechsel notwendig oder sinnvoll ist.
Gesetzliche Gründe:
- Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk (kann seit 2015 optional beibehalten werden)
- Beschädigte oder unleserliche Kennzeichen müssen ersetzt werden
- Bei Fahrzeugverkauf und Neuanmeldung
- Wunschkennzeichen nach Reservierung
Optische Gründe:
- Verblasste oder verrostete Kennzeichen beeinträchtigen die Optik
- Modernere Kennzeichenhalterungen für besseres Aussehen
- Saisonkennzeichen beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterbetrieb
Beschädigte Kennzeichen mit Beulen, Kratzern oder fehlenden Buchstaben solltest du umgehend austauschen. Bei einer Verkehrskontrolle drohen sonst Verwarnungsgelder zwischen 10 und 65 Euro. Auch wenn die Plaketten beschädigt oder unleserlich sind, ist ein Austausch Pflicht.
Verwandte Wartungsarbeiten zur gleichen Zeit
Wenn du schon dabei bist, das Kennzeichen zu wechseln, kannst du gleich weitere kleine Wartungsarbeiten erledigen.
Kennzeichenbeleuchtung prüfen: Kontrolliere die Funktion der Kennzeichenleuchte am Heck. Eine defekte Glühbirne lässt sich in wenigen Minuten austauschen. Die Kennzeichenleuchte ist wichtig für die Verkehrssicherheit bei Nacht.
Rückleuchten reinigen: Nutze die Gelegenheit, um die Heckleuchten zu säubern. Schmutz und Ablagerungen reduzieren die Sichtbarkeit.
Stoßstange kontrollieren: Prüfe die Befestigung der hinteren Stoßstange auf lose Clips oder Beschädigungen. Kleine Reparaturen verhindern größere Schäden.
Parksensoren reinigen: Falls vorhanden, säubere die Sensoren an der Stoßstange. Verschmutzungen können zu Fehlfunktionen führen.
Unterbodenschutz prüfen: Wirf einen Blick auf den Bereich hinter dem Kennzeichen. Rost oder Beschädigungen solltest du zeitnah behandeln. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist der Unterfahrschutz anfällig für Korrosion.
Diese zusätzlichen Checks nehmen nur wenige Minuten in Anspruch, können aber teure Reparaturen verhindern und die Verkehrssicherheit erhöhen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich das Kennzeichen ohne Werkzeug wechseln?
Nein, du benötigst mindestens einen Schraubendreher oder eine Ratsche. Manche neuere Fahrzeuge haben jedoch Schnellverschlüsse, die sich per Hand öffnen lassen. In den meisten Fällen sind aber Schrauben verbaut, die Werkzeug erfordern.
Was passiert, wenn ich mit beschädigtem Kennzeichen fahre?
Ein unleserliches oder beschädigtes Kennzeichen kann ein Verwarngeld zwischen 10 und 65 Euro nach sich ziehen. Bei schweren Beschädigungen droht sogar ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Tausche beschädigte Kennzeichen zeitnah aus.
Muss ich beide Kennzeichen gleichzeitig wechseln?
Ja, bei einem offiziellen Kennzeichenwechsel müssen immer beide Schilder ausgetauscht werden. Für die Zulassung sind identische vordere und hintere Kennzeichen vorgeschrieben. Nur bei Motorrädern gibt es Ausnahmen mit einem Kennzeichen.
Wie lange dauert der komplette Wechsel?
Mit etwas Übung schaffst du den Wechsel beider Kennzeichen in 10-15 Minuten. Beim ersten Mal kann es etwas länger dauern, besonders wenn die alten Schrauben verrostet sind oder du spezielle Halterungen hast.
Kann ich Kennzeichen von einem Auto auf ein anderes übertragen?
Ja, das ist seit 2015 möglich. Du kannst dein Kennzeichen bei der Zulassungsstelle auf ein anderes Fahrzeug umschreiben lassen. Dafür benötigst du aber die entsprechenden Dokumente und musst beide Fahrzeuge vorführen oder abmelden.
Das Wechseln deines KFZ Kennzeichens ist eine der einfachsten Wartungsarbeiten am Auto und spart dir den Gang zur Werkstatt. Mit den richtigen Schrauben, einem passenden Schraubendreher und dieser Anleitung erledigst du die Aufgabe in wenigen Minuten. Achte auf korrekte Befestigung und verwende qualitativ hochwertige Materialien, damit dein Kennzeichen auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher sitzt. Bei allen benötigten Teilen findest du eine große Auswahl in unserem Sortiment für Karosserieteile und Zubehör.







Also, ich verstehe nicht, warum man für einen KFZ-Kennzeichenwechsel zahlen muss. Sollten nicht die Werkzeuge und Teile in den Kosten inkludiert sein? Das wäre doch nur fair, oder?
Fairness hin oder her, das ist einfach die Art, wie das System funktioniert.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum wir noch immer für das Wechseln von KFZ-Kennzeichen bezahlen müssen. Es ist doch ein einfacher Prozess, den jeder selbst durchführen könnte. Was meint ihr dazu, Leute?
Vielleicht weil nicht jeder so geschickt ist wie du? Nicht jeder kann es selbst machen.
Ich finde es ehrlich gesagt überflüssig, das KFZ Kennzeichen zu wechseln. Was bringt das schon? Und Geld in der Werkstatt dafür ausgeben? Einfach unnötig in meinen Augen.
Ich finde es ehrlich gesagt seltsam, dass wir immer noch für das Wechseln von KFZ-Kennzeichen bezahlen müssen. Sollte das nicht in den Steuern enthalten sein? Es ist nur ein Stück Blech nach allem.
Steuern zahlen wir genug, oder? Vielleicht sollte das Kennzeichenwechseln einfach gratis sein!